Passblock Defensive
Umschaltpass in die Spitze
Ziel — Nach Ballgewinn den tiefen Ball auf den Stürmer spielen, bevor der Gegner sortiert steht. Aufbauend auf Der erste Pass: dort ging es um die Entscheidung, hier um die Technik des langen, scharfen Passes.
- Feld
- 40 × 25 m, halber Platz genügt
- Material
- 12 Hütchen, 4 Stangen, 6 Bälle, Leibchen
- Spieler
- 12–16
- Dauer
- 20–25 Min
●───────►│ ▽ ▽ ▽ = Zielspieler
● │ ZONE 15 m ▽ ▽ ● = Aufbau
●───────►│ (frei) │ = Stangenlinie
25 m 15 m
Ablauf
Phase 1 (8 Min) — Technik ohne Gegner. Dreiergruppen: Spieler A passt flach auf B, B legt mit einem Kontakt quer, A spielt den Ball über 25–30 m in den Lauf von C, der sich aus der Zielzone löst. C nimmt an, dribbelt zurück, Rollen rotieren. Beide Fußseiten, jeweils 3 Minuten.
Phase 2 (8 Min) — mit Zeitdruck. Wie Phase 1, aber ein passiver Verteidiger stört den Aufbau. Der lange Ball muss innerhalb von vier Sekunden nach dem ersten Kontakt gespielt sein.
Phase 3 (6–8 Min) — aus der Balleroberung. 4 gegen 4 auf 25 × 25 m. Nach Ballgewinn darf sofort auf die zwei Zielspieler in der 15-Meter-Zone gespielt werden. Punkt, wenn der Zielspieler den Ball kontrolliert. Zielspieler alle 2 Minuten tauschen.
Coachingpunkte
- Der Pass geht in den Lauf, nicht in die Füße — der Stürmer soll den Ball in Bewegung Richtung Tor bekommen.
- Standbein neben den Ball, Oberkörper leicht zurück: flacher, scharfer Ball statt Bogenlampe.
- Der Zielspieler startet erst, wenn der Passgeber den Kopf hebt. Zu früh gestartet heißt abseits.
Anpassung
- Unter 10 Feldspieler: Phase 3 als 3 gegen 3 mit einem Zielspieler, Feld auf 20 × 20 m.
- Über 16 Feldspieler: zweiter Aufbau parallel auf der anderen Hälfte oder Überzählige in die Kleingruppenform.
Belastung
Phase 1 und 2 niedrig, Phase 3 mittel. Der lange Pass ist technisch anspruchsvoll — bei Müdigkeit sinkt die Qualität deutlich, daher nicht nach dem Athletikblock ansetzen.